Katholische Kirchengemeinde Eningen
 
 
 
 

Innenrenovierung 2004

Nach knapp einjährigem „Exil“ im Gemeindesaal kann die katholische Kirchengemeinde in Eningen wieder in ihrer Kirche Gottesdienst feiern: Am Sonntag, den 6. März, um 9:30 Uhr, hat Weihbischof Thomas Maria Renz in einem Festgottesdienst den Altar der neu gestalteten Liebfrauenkirche geweiht.

 

Auslöser der Innenrenovierung und buchstäblicher Stein des Anstoßes waren wiederholt Steine, die sich aus der Altarrückwand lösten und zunehmend eine Gefahr für Pfarrer und Ministranten darstellten. Als provisorische Schutzmaßnahme wurde deshalb ein unsichtbares Sicherheitsnetz dicht vor der Altarwand angebracht. Ein Gutachten der Universität Stuttgart benannte keinen nachvollziehbaren Grund für die aufgetretenen Schäden und keine Lösungsvorschläge für eine Sanierung.

 

Im Rahmen einer Gemeindebefragung zum Thema „Altarrückwand“ kristallisierte sich heraus, dass nicht nur eine Neugestaltung der Wand, sondern des gesamten Kirchenraumes wünschenswert wäre. Nach intensiven Beratungen innerhalb der Gemeinde und mit Vertretern der Diözese Rottenburg-Stuttgart konnte die Kirchengemeinde schließlich einen Architektenwettbewerb ausschreiben. Breite Zustimmung fanden die Pläne des Architekturbüros Krisch + Partner aus Tübingen. Indem sie den Altar mehr in den Mittelpunkt der Kirche und damit der Gemeinde rückt, greift diese Konzeption einen wesentlichen Impuls des Zweiten Vatikanischen Konzils auf, das die Feier der Eucharistie als „Mittel- und Höhepunkt“ des kirchlichen Lebens beschreibt.

 

Eine weitere Aufgabe war die Ausgestaltung des Altarraums unter Einbeziehung der bereits vorhandenen liturgischen Gegenstände wie z.B. des Taufsteins, vor allem aber die Neugestaltung der Altarrückwand. Den dazu ausgeschriebenen Wettbewerb entschied der in Heilbronn lebende Künstler Raphael Seitz für sich. Mit seinen Farbtafeln aus Holz und Glas (und der geöffneten, noch gestaltbaren Fensterfläche im Altarraum) stellt er den gekreuzigten Jesus ins „Licht der Auferstehung“. Damit entspricht er dem Wunsch vieler Gemeindemitglieder nach einer hellen, freundlichen, hoffnungsfrohen Gestaltung der Altarrückwand.

 

Der für die Gemeinde sicherlich spannendste und zum Teil auch anstrengendste Abschnitt war die eigentliche Renovierung begonnen am Tag nach der Erstkommunion 2004. Eine fachlich kompetente und „handgreifliche“ Schar von Gemeindemitglieder brachte ein optimales Maß an Eigenleistung ein, entsprechend einem Eigenanteil in Höhe von 40.000 €. Ebenso trugen kreative Aktionen verschiedener Gruppen, aber auch die Großzügigkeit vieler Einzelspender dazu bei, dass das „Spenden-Soll“ von 36.000 € mit 22.000 € schon über die Hälfte erfüllt ist. Dass an eine Renovierung dieses Ausmaßes in Zeiten des Sparens überhaupt zu denken war, ist letztlich dem Zuschuss der Diözese in Höhe von 305.000 € zu verdanken.

 

Zusätzliche Informationen finden Sie in der Zusammenfassung der Geschichte der katholischen Pfarrkirche „Zu Unserer Lieben Frau“ in Eningen von der Einweihung 1963 bis zur der Innenrenovierung. Die Leitgedanken zur Altarrückwand, zum Altar und zu weiteren Möglichkeiten der Gestaltung. waren die Grundlage für die Konzeption der Innenrenovierung. Werfen Sie auch einen Blick auf den Grundriss, den Querschnitt und ein Bild des Modells oder in unser Bilderbuch, mit Bildern von der Renovierung und von allem, was damit zu tun hat.

 

Als sich die katholische Kirchengemeinde am vierten Fastensonntag zusammen mit vielen Gästen zum ersten Mal wieder in ihrer Kirche zur „Eucharistie“ (d.h. Danksagung) versammelte, tat sie dies voll Spannung und Freude, vor allem aber voll Dankbarkeit.

 

Stand: Montag, 7. März 2005

 
 
 
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