Katholische Kirchengemeinde Eningen
 
 
 
 

Grundsätzliches

Die „Generation Ü40“ ist eine für alle Interessierten offene Gruppe für Menschen ab 40 Jahren. Sie trifft sich etwa vier Mal im Jahr (in der Regel freitags) zu gemeinsamen Unternehmungen.

Info / Kontakt / Programm

 

 

Wichtig

Bei allen Veranstaltungen gibt es eine Kleinigkeit zu Essen und zu Trinken. Wer möchte, darf das Buffet gerne um ein „Mitbringsel“ bereichern.
Meist sind die Programmpunkte kostenlos. Die persönliche finanzielle Situation soll aber niemals jemanden daran hindern, an einer Veranstaltung teilzunehmen, für die ein Unkostenbeitrag erbeten wird!

Hintergrund

Es ist wirklich kein besonders optimistisches Bild, das von der Generation derer „um die Vierzig“ herum gezeichnet wird: „So rüstet er zum Lebensfeste und sieht entsetzt die kargen Reste, die ihm, zu leben und zu lieben, für künftige Jahre noch geblieben.“ (E. Roth) - Doch wird in diesem Vers nicht etwas von der Spannung deutlich, die manche/r in seinem Leben spürt?

Mit „plusminus Vierzig“ hat man schon einiges erlebt: Man war / ist verliebt, verheiratet, geschieden, „Single“. Die Kinder sind erst geboren - oder schon aus dem Haus. Man startet beruflich noch mal voll durch. Das Häusle ist bald abbezahlt und man darf sich wieder `was leisten. Man genießt „die Früchte seiner Arbeit“ und das Leben. - Aber auch das wird spürbar:  Dass man nicht jünger wird, sagt das „Spieglein-an-der-Wand“ jeden Tag deutlicher. Die ersten „Zipperlein“ stellen sich ein. Man findet sich plötzlich in der Statistik-Gruppe der von tödlich verlaufenden Krankheiten besonders Bedrohten. Man erlebt häufiger als früher, dass Menschen, die einem am Herzen liegen, krank werden, sterben: Eltern, Geschwister, Freunde. Im Job hat man die obersten „Karrieresprossen“ erreicht  - oder das, was man sicher zu haben glaubte, verloren. Man fühlt sich „ausgepowert“ und leer, freut sich schon auf die Rente, weil die Beanspruchung am Arbeitsplatz kaum mehr zu ertragen ist. - Ohne sich gleich in einer „Midlife-Krisis“ zu wähnen, fragt sich so manche/r: „Ist das schon alles gewesen?“

So unterschiedlich die Biographien auch sein mögen, in mancher Hinsicht gibt es sicher „Berührungs- bzw. Anknüpfungspunkte“, die in einem Kreis von Menschen mit ähnlichen Erfahrungen oder Eindrücken, Fragen und Problemen zu besprechen einfach gut täte. Vielleicht wäre es aber einfach nur gut, mit Alters- und Erfahrungsgenossen/-innen `mal wieder ins Kino zu gehen, sich für einen Abend im Theater oder an der Bar „aufzubrezeln“, die „Zipperlein“ in der „Oldies-Disco“ auszuschwitzen, zusammen zu kochen und zu essen, ...
... oder Interessierte zu treffen, die Lust und Zeit haben, einen Ü40-Gottesdienst vorzubereiten, auf dem Jakobs-Weg zu pilgern, nach Taize zu fahren, in einem Kloster Exerzitien zu machen, in einer Wellness-Oase abzuhängen , ...

Geschichte

Was in einzelnen Begegnungen immer wieder zur Sprache kam, war irgendwann auch Thema im Kirchengemeinderat, zunächst als Ausdruck persönlicher Betroffenheit, dann als offizieller Tagesordnungspunkt - und schließlich als eine von drei „Prioritäten“ bei der Visitation durch Weihbischof Kreidler: Die „Generation Ü40“.

 „Stein des Anstoßes“ war die Beobachtung, dass es in unserer Gemeinde für alle möglichen Zielgruppen jede Menge Aktivitäten oder Aktionen gibt - außer eben für die "Ü40"-Generation, die immerhin mehr als ein Drittel aller Gemeindemitglieder ausmacht. Viele dieser „Ü40er“ sind in der Gemeinde engagiert und in verschiedenen Gruppen eingebunden. Noch mehr von ihnen werden durch kirchliche Angebote jedoch nicht mehr (dauerhaft) erreicht.

Eine kleine Gruppe von VorderkerInnen hatte es sich Ende 2008 deshalb zur Aufgabe gemacht, darüber nachzusinnen, was ihnen selbst und damit evtl. auch anderen Ü40ern fehlt bzw. gut täte - so gut, dass man/frau bereit wäre, dafür Zeit zu investieren - ohne dies als Last bzw. (Zeit-)Verlust, sondern vielmehr als persönlichen Gewinn zu empfinden. Wie könnte ein Angebot aussehen, das  „mittelalterlichen“ Menschen das Gefühl vermittelt: Hier ist´s mir wohl, hier will ich sein“? Schnell wurde deutlich: Ein solches Angebot - offen für alle Interessierten - soll es an drei bis fünf Terminen pro Jahr geben.

Der Startschuss für das Projekt fiel am 30. Januar 2009 mit einem „Eröffnungstreffen“ in festlichem Rahmen: Eine schön gedeckte Tafel und kleine, aber feine Leckereien erfreuten das Herz von etwa 30 Neugierigen, die sich durch die Einladungskarte oder „Mund-zu-Mund-Propaganda“ hatten ansprechen lassen. Und schnell war klar: Gut, dass es so ein Angebot gibt! Ab und zu `mal aus gewohnten Mustern „ausbrechen“ – das tut gut (und hält jung)!

 

 

 
 
 
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